movie box

Text zu Movie Box_von Lucas Cuturi

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Silvia Czepl greift in ihren Arbeiten auf sogenanntes „found footage“ Bildmaterial zurück, welches sie vorwiegend auf Flohmärkten sucht und findet.

Für die Serie „Movie Box“ verwendete sie ausschließlich SW-Fotografien bei denen es sich um Schnappschüsse und unterschiedliche Porträts von ihr unbekannten Personen handelt. Ihr Augenmerk in der Auswahl der unterschiedlichen Fotografien liegt vor allem auf einer dargestellten Pose, einem eindrucksvollen Blick oder einer angedeuteten Bewegung.

Ausgehend von diesen anonymen Abbildungen aus der Zeit um 1900 bis ca. 1950 und angeregt durch das Verhalten (oder Nicht-Verhalten) der abgebildeten Personen, greift die Künstlerin nun ihrerseits in das Bildgeschehen ein indem sie diese durch subtile mechanische Eingriffe in ihrer Bedeutung verändert. Hierfür steht ihr ein Potpourri an Dingen und eine Variation an eigens gebauten Mechanismen zur Verfügung.

Ihre Eingriffe sind dabei stets genauestens durchdacht um ja nicht zu aufdringlich zu wirken. Das Ursprungsbild wird auf diese Art aus dem gewohnten Kontext gelöst und stellt somit auch die Wahrnehmung der Betrachter_innen in Frage.

Mit einem Schuss Ironie schafft sie es, die Betrachter_innen in das Geschehen miteinzubeziehen, vorausgesetzt, dass diese auch aktiv daran teilnehmen, denn erst durch deren Interaktion ist das Werk in seiner Gesamtheit erlebbar. Interaktive Elemente sorgen für das Schlüsselerlebnis und führen zum Begreifen der einzelnen Arbeiten aus der Serie „Movie Box“.

 

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Silvia Czepl makes art out of found footage, pictures she usually hunts for at flea markets.

The series Movie Box is entirely based on black-and-white photographs – snapshots and portraits of unknown persons. Her focus in selecting the photographs is on the pose oft he object, an impressive gaze or an indicated gesture.

Working with these anonymous images, dating from the first half oft he twentieth century,  the artist herself is inspired by the action (or inaction) of the pictured person.

Her manual interventions are like a play with these pictures; she uses an assortment of objects and home-built implements in order to add motion.

You will only be able to understand and absorb the artwork with a sense of humor, irony and immediate interaction.